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31.10.2014

Freitags-Füller

Irgendwie muss ich mich ja überlisten, um mal regelmäßiger zu schreiben... und da ich den Freitags-Füller gern mag, nehme ich den.

Daher heute der 





Wer sich genauer informieren möchte was das ist, dem sei der Blog Scrap Impulse von Barbara ans Herz gelegt.

1.  Fast hätte ich Termin für den Reifenwechsel heute vergessen .
2.  Kaugummi habe ich immer  in der Tasche.
3. Wenn Geld kein Thema wäre, dann würde ich mit meiner Familie eine Weltumsegelung machen.
4.  Nichts geht über Vanillepudding.
5. Am 1.November werde ich meine Mutter besuchen .
6. Ein kleiner Traum, den ich habe, könnte bald in Erfüllung gehen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Halloween , morgen habe ich Allerheiligen mit meinem Vater geplant und Sonntag möchte ich einen entspannten Tag verbringen !

Wenn ihr mitspielen wollt, könnt ihr die Fragen gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier, wenn ihr keinen eigenen Blog habt oder keine Lust habt zu verlinken. Dies habe ich bei Barbara abgeschrieben, die sich sicher auch freut, wenn ihr dorthin verlinkt!

Seid gnädig heute Abend, wenn ein paar Kids bei euch klingeln und viel Spaß beim Ausfüllen!



26.09.2014

Alles Gute zum Geburtstag, Mütterken!

Mein liebes Mütterken,

heute erlebe ich deinen Geburtstag zum elften Mal ohne dich.

Es ist wirklich so wie man es in vielen Büchern lesen kann, Menschen, die man innig geliebt hat vermisst man immer. Egal wie lange man nicht mehr mit ihnen gesprochen hat, egal wie lange sie nicht mehr um einen herum waren.

Erst vor ein paar Wochen habe ich den einen Karton in der Hand gehabt, der Kleidung von dir enthält und mir liefen die Tränen herunter, weil dein Lieblingspulli immer noch nach dir duftet. Dieser vertraute Geruch nach dir und deinem Parfum - 24 Faubourg von Hermes - flutete mein Hirn mit Erinnerungen an dich. An unser letztes Zusammensein. Das letzte was ich von dir hörte und wie erschüttert ich war als deine Stimme für immer verschwand als der Anrufbeantworter kaputt ging.

Wo auch immer du bist, ich spüre dich manchmal. Es ist als ob deine Hand auf meiner Schulter liegt und mir Mut spendet.

Für deine Enkel, die dich nie kennenlernen durften, bist du erstaunlich präsent. Dies fasziniert mich sehr, zeigt aber auch was für ein zentraler Punkt du in meinem Leben warst.

Wie gern würde ich mit dir teilen, dass du dich früher immer darüber amüsiert hast wie jeck deine Freundinnen auf ihre Enkel waren und wie absonderlich dir das vorkam, denn du hast dich auf die Freiheit des Ruhestands vorbereitet. Ich würde meine Hand ins Feuer legen, dass du mindestens genauso stolz und verrückt wärst wie sie es schon damals waren.

Selbst der Mann, der mit dir über eure norddeutsche Seele verbunden war, den du lange bevor er "der Mann" wurde, immer zu Feiertagen an unseren Tisch geladen hast, weil dir sein Elternhaus so kalt und unherzlich aus der Ferne vorkam und du spürtest wie ungern er sich dorthin auf die Reise machte, lachte neulich und erinnerte sich strahlend an die verrückten Sommerabende auf deiner - jetzt unserer - Terrasse an denen wir zu dritt drei Flaschen Sekt mit Kullerpfirsich tranken und bis tief in die Nacht lachten und philosophierten. Auch ihm fehlst du. Er hätte dich gern um sich.

Eine Frage bewegt mich schon seit Jahren: Wer ist der Mensch, der dir nach deinem Tod lange Zeit regelmäßig eine rote Rose auf dein Grab legte? Eine deiner vielen Freundinnen? Ein Verehrer? Dass es Papa nicht ist, weiß ich seitdem er mir sagte, dass er das für eine sehr schöne Geste von mir fand.

So viel gibt es noch was ich dir schreiben möchte, für heute soll es genug sein.

Ich umarme dich, küsse dich.

Du fehlst. Nicht nur mir.

Dein Bäschi




04.06.2014

Mut haben für andere

Hannes hat auf seinem Blog 'Jazzlounge' zu einer #mutmachparade aufgerufen und es haben eine große Zahl Blogger unfassbar vielseitige, offene und zu Herzen gehende Artikel verfasst. Alle Artikel befassten sich mit dem Thema aus der Eigensicht. Damit meine ich was Mut für den Einzelnen und sein Leben bedeutet. Ich möchte das Thema von außen anfassen, denn ich habe gerade am eigenen Leib erfahren wie wenig mutig wir für andere sind und dass das eigentlich sehr traurig ist.

Mut von außen? Was meint sie? Ich bin nicht so wortgewandt im Schriftlichen - ich bin mehr der mündliche Typ, aber ich versuche mich trotzdem.

Mut von außen bedeutet für mich: In einer mehr oder minder großen Runde den Mund aufmachen und für jemand anderen Stellung zu beziehen. Mit einer Meinung, die unbequem und nicht mehrheitsgängig ist bzw. die der Mehrheit widerspricht. Dies erfordert viel Mut, denn es ist unbequem und es bringt einem selber nichts außer einem guten Gefühl. Dem anderen für den man einsteht, kann es aber die Welt bedeuten, da jemand seinen Mund öffnet und als Sprachrohr fungiert. Es stärkt den Rücken, das Selbstwertgefühl und sorgt dafür, dass eine verfahrene Situation erträglich und leichter wird.

Ich habe lange darüber nachgedacht warum nur eine Person den Mut hatte aufzustehen und zu sagen, dass die Meinungsführer eine beispiellose Mobbingkampagne führten. Als ich diese Person dazu befragte meinte sie nur lapidar: "Ich bin gar nicht allein mit meiner Meinung über dich - die anderen sind nur zu bequem sich deines Problems anzunehmen. Aber weißt du, so sind sie die Menschen!"

Und je mehr ich darüber nachdenke. Sie hat recht. So sind wir Menschen. Meist zu bequem um mutig zu sein. Nicht nur für uns selbst sondern insbesondere auch für andere.

27.11.2013

Stollen

Seit einiger Zeit bin ich bei Twitter aktiv und meine Timeline nötigt mich das Bloggen endlich mit mehr Ernsthaftigkeit und Engagement zu betreiben, da man vermutet, dass ich Dinge zu berichten habe, die auch Andere interessieren.

Die Vorweihnachtszeit beginnt mit den überall öffnenden Weihnachtsmärkten und natürlich dem Backen der Lieblingsrezepte.

Bei uns gehört - trotz persönlich recht ausgeprägter Aversion gegen Orangeat und Sukkade - Stollen dazu. Da die gekauften Exemplare wirklich schlimm schmecken und riechen, bin ich schon während des Studiums dazu übergegangen diesen selbst zu backen. Das Rezept scheint ein Gutes zu sein, denn ich habe es schon damals abgetippt und als Dokument hinterlegt, da ich häufiger darum gebeten wurde.

Zunächst ist festzuhalten: Es handelt sich um ein einfaches Rezept, dessen Gelingen lediglich davon abhängt, dass man sich ausreichend Zeit nimmt.

Zutaten: 
je 50 g Korinthen und Rosinen
je 40 g Zitronat und Orangeat
4 Eßl. Rum
140 g Butterschmalz
350 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
40 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
1 unbehandelte Zitrone
2 Eier
150 gehackte Mandeln
etwa 80 ccm Milch
 
200 g Marzipan-Rohmasse
 
100g Butter + 100g Puderzucker zum Bestreichen
 
 
Zubereitung:
Abgespülte und abgetropfte Korinthen und Rosinen, Orangeat, Zitronat und Rum mischen und über Nacht stehen lassen. (Tip: alles in einem Marmeladenglas mischen und verwahren, da bleibt es am besten frisch und man kann es regelmäßig durchschütteln).

Butterschmalz schmelzen.
Zucker und Milch lau erwärmen und die Hefe dazugeben. Mit Deckel etwas gehen lassen.

Mehl, Vanillezucker, eine Prise Salz und abgeriebene Zitronenschale mischen. Eier, Mandeln, Butterschmalz und nach und nach die lauwarme Hefemilch mit den Knethaken des Handrührers verkneten. Zum Schluß mit den Händen kräftig durchkneten.

Abgedeckt an einem warmen Ort mindestens (!) zwei Stunden gehen lassen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist. Die vorbereiteten Früchte mit den Händen unterkneten. Teig noch mal zwei Stunden gehen lassen. Teig zu einem Oval formen. Mit der Kuchenrolle ein Vertiefung eindrücken. Dort die zu einer Rolle geformte Marzipan-Rohmasse einlegen. Teig darüberschlagen und Ränder gut andrücken. 

Stollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und in den mit 175 Grad Umluft vorgeheizten Backofen schieben. Etwa 40 Min. backen. Der Stollen sollte hellbraun sein und wenn man draufklopft hohl klingen.
Stollen sofort mit flüssiger Butter bestreichen und mit Puderzucker bestreuen. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis Butter und Puderzucker verbraucht sind und der Stollen eine dicke weiße Schicht hat.

Nach dem Abkühlen in Alufolie wickeln und mind. 1 Woche ziehen lassen. Besser sind 2-3 Wochen, aber so alt ist bei uns noch kein Stollen geworden.
 
 Folgende Tips habe ich: 
1. Marzipan kann man auch weglassen
2. Zitronat und Orangeat machen sich besser, wenn man sie in der Moulinette noch etwas zerkleinert.
3. Der Teig ist ziemlich feucht. Das muss so sein, also auf gar keinen Fall mehr Mehl zufügen.

(Ursprünglich stand dieses Rezept so ähnlich in der Weihnachtsbeilage der Zeitschrift BRIGITTE. Meine Recherchen haben ergeben, dass das etwa 1994 gewesen sein muss.)


02.08.2013

Wie das Pferdemädchen an mir vorbeiging

Ich war niemals ein Pferdemädchen - da bin ich mit Anne Schüssler voll auf einer Wellenlänge. Aber es ist ja nicht so als ob man nicht versucht hätte eins aus mir zu machen.

Vorweg geschickt: Ich war auf einer Mädchenschule. Für versierte Menschen heißt dies: Die Quote der Pferdemädchen ist hoch. Die, derer die sogar ein eigenes Pferd haben ist ziemlich hoch. Ich hatte mit Pferden eigentlich nie etwas am Hut. Zu meiner Zeit las man die im Schneiderverlag erschienenen Meisterwerke mit Namen "Bille und Zottel" - allerdings ging dieser Hype an mir vorbei. Meine Freundin besaß einen Wallach namens Warstein und dieser war hoch und stank und machte mir eher Angst als Freude. Nun ist es aber so, dass ich einen behinderten Bruder habe, dem meine Eltern therapeutisches Reiten angedeihen ließen. Um diese Erfahrung zu intensivieren überlegte man als ich ca. 11 Jahre alt war, dass man die Kinder doch mal in den Herbstferien auf einen entsprechenden Reiterhof schicken könne. Leider gab es keine Ponyhöfe, die therapeutisches Reiten anboten, aber dafür einen voller Pferdemädchen in Porta Westfalica, wo man uns aufnahm, wenn ich die Aufsicht übernehmen würde. So kam es, dass ich eine Woche zum reiten auf Haflingern zwangsverpflichtet wurde. Eine schreckliche Erfahrung, denn ich bin allergisch gegen Heu und zwar nicht nur ein bisschen. Des weiteren habe ich sofort festgestellt, dass Pferdemädchen schreckliche Mädchen sind und mein Bruder ein fauler Hund.

Ich musste a. reiten b. Pferde reinigen und c. mich um meinen Bruder kümmern. Damit ist eigentlich schon alles zum Thema gesagt. Somit war die Woche schrecklich!

25.06.2013

Blogparade - was tun mit 1.000, 10.000 oder 100.000 EUR?

Mama arbeitet hat zu einer Blogparade aufgerufen und ich habe wirklich lange darüber nachgedacht was denn so meine Wünsche wären. 

Das Ergebnis ist, dass ich mit meinem Leben irgendwie ganz schön zufrieden bin, denn mir fallen wenige Dinge ein und diese fallen in meinen Augen eindeutig unter die Kategorie "Luxusprobleme". Insbesondere nachdem ich die unterschiedlichen Blogs durchstreift habe.

Mit 1.000 EUR würde ich
  • Kinderklamotten kaufen ohne mir Gedanken darüber zu machen, ob sie "wertig" sind. Einfach weil sie mir gefallen.
  • mir zwei Paar überflüssige Schuhe kaufen. Einfach weil ich auch mal extravagante Heels haben möchte - auch wenn ich sie vielleicht nur zweimal trage
  • gern mal wieder einen extavaganten Kochkurs machen - z.B. im Tantris in München oder in der Traube Tonbach
Mit 10.000 EUR würde ich
  • den Gärtner meines Vertrauens (leider geht der Link zur Homepage nicht) beauftragen den von meiner Mutter 1976 angelegten Garten zu modernisieren und einfacher zu gestalten
  • mit meiner Familie im nächsten Jahr ausgedehnt Skifahren gehen. Ende April sind erst Osterferien und daher muss man weit weg und hoch hinaus.
Mit 100.000 EUR würde ich
  • einen (gescheiten!!!) Siebensitzer kaufen und eine Weile unterhalten
  • das Haus umbauen lassen

16.04.2013

Kindliche Frühförderung

Ich habe es hier noch nie erwähnt, habe aber Kinder im Kitaalter und da wir einmal in unserem Leben mehr Glück als Verstand hatten und zur rechten Zeit am rechten Ort waren, haben wir 2010 zwei (!!!) Plätze in einer Elterninitiative für unsere Kids bekommen. (Das jetzt weiter auszuführen, würde das Thema unwillkürlich aufbauschen)

Wie das so ist in Kitas wird immer wieder darüber gestritten was Kinder nun lernen sollen, dürfen, müssen bevor sie in die Schule kommen.

Bei uns gestaltete es sich einfach: Das Konzept der Reggio-Pädagogik wird seit Gründung 1989 erfolgreich gelebt. Der Rahmen ist gesteckt - alles gut.

Offenbar scheint dies aber kaum zu reichen, denn wenn man sich umschaut ist man einem Terror der vermeintlich notwendigen Frühförderung ausgesetzt.

Die wöchentliche Kolumne Herrn Buddenbohm führt zu einem Artikel von Herrn Ansari in der Zeit und dann wieder zu dem Nuf sowie Frau Journelle. Alle diese klugen Köpfe haben sich zum Thema geäußert und wirklich überdenkenswerte Sachen kolportiert.

Und plötzlich zeigt sich die Initiative einer engagierten Mutter (sic!) aus der Kita auch ein Haus der kleinen Forscher machen zu wollen in anderen Licht. (Wobei ich nach wie vor davon überzeugt bin!)

14.03.2013

Mittwoch

Irgendwie schaffe ich es nicht am selben Tag - also heute dann gestern :)

Frau Brüllen lässt dies zum Glück zu, so dass auch die Nachzügler eine Chance haben!

Für gestern nur wenig:
Morgen fast wie immer - allerdings aufgrund der etwas arktischen Temperaturen von -11°C (im MÄRZ!!) mit offener Kofferraumklappe, da das Schloss eingefroren war und Enteiser natürlich irgendwo vorhanden ist - nur wo? Auf der Fahrt zur Kita selten so häufig angehupt und angesprochen worden, dass mein Kofferraum offen sei (Leute, das hab ich echt nicht gemerkt - danke für die Info ;)) und daher noch ein Stop im Autohaus des Vertrauens (wo man mich mit Namen kennt - was schon zeigt, dass wir gern Montagsautos wählen) und nach augiebigem Einsatz von Enteiser und Schraubendrehern ist alles wieder in Ordnung und der Arbeitstag kann beginnen.

Beim Arbeiten erstmal Verhandlungen mit der Bank - ausufernd, zäh und anstrengend. Frei nach dem Motto "zeckst du mich hier - zeck ich dich da"

Nach der Arbeit Waschmaschinengedöns - frei nach Ernst Jandl - einer raus, einer rein - nächster sein.

Am späten Nachmittag Kids zum Hockey - mit großem Frust, da es trotz oder gerade wegen übermäßig ausgeprägtem Ehrgeiz nicht so lief wie ausgemalt. Erstaunlich wie erschüttert ein Fünfjähriger sein kann.

Zuhause mehrere Runden Kniffel zum Frustabbau - Wickie und schlafen für die Kids.

Grey's Anatomy und Private Practice für die Mutter.

Nachtruhe

und es schneit und schneit und schneit


13.03.2013

Dienstag (und der Rest von Montag)

Meine guten Vorsätze will ich nicht sofort wieder über Bord werfen, daher weiter im Text!

Frau Brüllens Aufruf schallt immer noch - daher schließe ich mich schnell noch an (die Möglichkeit sich anzuhängen ist in rd. einer Stunde vorbei)

Montag war ich dann nach der Kita noch schnell zuhause, weil ich das Schwimmzeug von K1 vergessen hatte und ab ging es zur Schwimmschule. K2 quengelte schon vor der Tür, dass er ein Eis wolle (im Aufenthaltsraum steht eine vermalledeite Truhe, die von den Schwimmkindern als Belohnung frequentiert wird (jedes Wehren der Mutter ist zwecklos)) Geschwisterkinder verschnabulieren das Eis gern auch schon während der Wartezeit. K1 verlangte dann auch nach dem größten verfügbaren Eis, denn er hat das Seepferdchen bestanden.

Gen 18.30 Uhr wieder zuhause, schnell die (nach soviel Eis nicht wirklich hungrige) Brut abgefüttert, die Kids in ihre Pyjamas gesteckt und den Babysitter begrüßt und ein bisschen Farbe auf die Augen und Lippen und los.

Die Weihnachtszeit ist nämlich noch nicht ganz vorbei, da der Kita Vorstand das Team zum Essen eingeladen hat. Dieses soll um 19.30 Uhr stattfinden und ich bin die Fahrerin, sammle also zwei meiner Mitvorstände ein, damit wir als Gastgeber auch pünktlich sind.
Als ob ich sonst nix zu tun hätte, bin ich nämlich in einer Elterninitiative engagiert. Elterninitiative bedeutet, dass wir Arbeitgeber sind und eigenverantwortlich sind, dass der Laden läuft. Eine spannende - aber wie jedes Ehrenamt auch häufig undankbare - Aufgabe. Der Spagat auf der einen Seite Arbeitgeber und auf der anderen Seite Kitamutter zu sein ist nicht ohne. Dazu aber an anderer Stelle später mehr. Gehört nicht so richtig hier hin.
Alle trudeln ein, die Stimmung ist (trotz diverser Spannungen im Team) entspannt und selbst die Gespräche bewegen sich häufig ab vom Thema Kita und Kinder und Arbeit.

Während des gesamten Tags und Abends schneit es ununterbrochen. Der Wind weht und so langsam wird mir mulmig, ob ich mit meinem Auto überhaupt noch bis nach Hause komme. Wir wohnen zwar zentral, aber in einer Talsenke mit Sackgasse wo nicht gestreut und geräumt wird. Im letzten Winter wurden bei uns 12 (!) Wochen die Mülltonnen nicht geleert, weil die Straße für die schweren Wagen nicht passierbar war. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn mal ein Feuer ausbricht oder jemand einen Krankenwagen benötigt!

Glücklicherweise war das Auto nur eingeschneit, der Schnee fest und ich bin um 22.30 Uhr zuhause. Der Babysitter ist froh, denn auch sie muss noch ein ganzes Stück fahren.

K2 begrüßte mich freudestrahlend und topfit. Dies entlockte mir eine hochgezogene Augenbraue, die sich noch etwas höher zog, als er mir mitteilte, dass er soooooo einen Hunger hätte und dringend noch einen großen Teller Nudeln bräuchte. Kalte Nudeln standen glücklicherweise im Kühlschrank. Davon verputzte er eine Bauarbeiterportion, um danach wohlig seufzend in meinem Arm eingekuschelt binnen 5 Minuten einzuschlafen.

Zur Entspannung wollte ich noch ein bisschen Trash TV in Form von Danni Lowinski gucken, aber da machte mir der Mediareceiver der Telekom einen Strich durch die Rechnung, weil er die Aufnahme zwar startete, aber kein Bild erschien und bei einem Neustart auf wundersame Weise alles gelöscht war *hmpf*

Der Dienstag begann wie fast jeden Tag mit der hellwachen Frage von K1 gen 5.30 Uhr: 'Mama, ist jetzt Morgen?'
Nach einem Frühstücks- und Anziehmarathon sind wir früh im Auto, benötigen aber wegen der Schneefälle für einen Weg von 1,5km fast eine Stunde, so dass wir erst um nach 8 Uhr an der Kita sind. Kids mit Vorfreude auf's rodeln abgegeben, für K2 den Kindersitz abgestellt, da er von einem Freund mitgenommen wird und selbst wieder auf dem Weg ins Büro. Heute nur kurz, denn der Senior hat Voruntersuchungen für ein Cochlea Implantat in der Nachbarstadt und erwartet mich dort gen Mittag als Taxi sowie Begleitung für die Arztgespräche. Im Krankenhaus fällt mir wieder auf wie verbaut deutsche Kliniken sind. Tolle alte Gebäude, die durch ständiges An- und Umbauen verhübschhässlicht werden. Nix von dem was man in amerikanischen Serien vorgegaukelt bekommt.

Am frühen Nachmittag zuhause - kurze Pause und aus dem Fenster schauen.
K1 aus der Kita holen (völlig übermüdet, da erschöpft vom rodeln).
Mit K1 zu Abend kochen (passend zum Wetter deftig und warm).
K2 abholen.
Essen.
Wieder den Babysitter begrüßen und Kids verabschieden.
Kita-Termin Nr. 2 für diese Woche: Der monatliche Elternabend. Heute mit Entspannungsprogramm, denn das Team berichtet über das Gruppengeschehen und zeigt Fotos via Beamer. Anschließend noch kurze Diskussionen über die ewig gleichen Themen (falsche Nutzung Parkplatz, Baustellen im und am Haus...) - um 22 Uhr bin ich schon zuhause.

Heute schlafen beide Kids tief und fest, so dass ich auch schnell entspannt zu liegen komme.

11.03.2013

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? - Ein Selbstversuch

Frau Brüllen ruft auf zum Tagebuchbloggen und ich sehe das als den endgültig überfälligen Schritt, dass mir mal gehörig in den Allerwertesten getreten wird.
Gefühlt habe ich nämlich so etwa letzte Woche zum letzten Mal etwas geschrieben - in der Realität ist es aber schon fast ein halbes Jahr her...

Dabei gibt es täglich sehr viele Themen, die ich anderswo lese oder die mich interessieren über die ich schreiben KÖNNTE. Aber: 1. Wen interessiert es? und 2. Können andere viel besser schreiben als ich.

Nun egal:
Ich versuche mich trotzdem. (Auch wenn mich das schon wieder nervös macht, dass mein Blog total langweilig gegen alle die anderen aussieht - aber ich bin groß und ignoriere das einfach)

Die Frage der Überschrift wird mir häufig gestellt. Was erstaunlich ist, denn ich frage das mein Umfeld höchst selten. Noch erstaunlicher ist eigentlich, dass viele meinen die Antwort zu kennen, denn hey - ich habe zwei Kinder und bin zu allem Überfluss noch schwanger - da ist doch klar was die macht.

Ist das wirklich so klar?

3.21 Uhr: Ich bin wach und daddel im Netz herum. Ein paar mehr oder minder interessante Blogbeiträge und permanent das schlechte Gewissen, dass in 2 Stunden der Wecker geht.

4.20 Uhr: Der Entschluss doch jetzt endlich schlafen zu müssen, damit der Tag überhaupt einigermaßen überlebt werden kann. Ipad zu - Augen zu

4.25 Uhr: K1 muss zur Toilette und kann unmöglich allein gehen, denn dort wohnt ein Gespenst mit einem Wolf

5.55 Uhr: Der Mann weckt hektisch, denn heute wird am Flughafen gestreikt und er muss unbedingt mit der ungefähr einzigen nicht gestrichenen Maschine fliegen. Also aufstehen, duschen, K1+K2 fertig machen und in Schneeanzüge zwängen (nach einer Woche Sonne und mildem frühlingshaftem Wetter sehr schwierig, aber bei -3 Grad und pfeifendem Wind unabdingbar zumal heute Waldtag in der Kita ist)

6.35 Uhr: Zum Auto hechten, auf in Richtung Flughafen - Zwischenstop beim Bäcker, da der Kühlschrank aufgrund von wochenendlicher Abwesenheit leer ist. Das Navi verkündet einen Stau von 45 Min - dieser wird von mir geflissentlich durch Auffahren auf die Autobahn ignoriert - korrekt, denn er ist erst da, wenn wir auf der Gegenspur zurückbrausen.

7.35 Uhr: Mann rausgeworfen mit den Kids in Richtung Kita gedüst.

8 Uhr: Kids abgesetzt. K1 ist schon weg bevor ich mich verabschieden kann. K2 ist jämmerlich, weil er nicht will.

8.05 Uhr: Der Radiomoderator wünscht einen schwungvollen Start in den Tag.

8.20 Uhr: Ich bin im Büro angekommen. Mitarbeiterin braucht Trost (1. es ist Montag und 2. war ich Freitag nicht da). Die Zeit verfliegt mit Telefonaten, Analysen, Bilanzbesprechung und Finanzplanung.

10 Uhr: Der Senior taucht auf und macht alle wuschig - ich versuche milde gestimmt zu sein und es an mir abperlen zu lassen - und verschwindet nach 1,5 Std. wieder.

12 Uhr: Ich breche auf zum Senior, der dringend Interna außerhalb des Büros besprechen will.

13.30 Uhr: Zuhause angekommen habe ich Hunger, stelle fest, dass der Kühlschrank sich seit heute morgen nicht auf wundersame Weise gefüllt hat und esse frustriert drei Zwiebäcke mit Fenchelsalami

13.45 Uhr: Mittagspause - K3 im Bauch will nun wirklich nicht mehr, dass ich sitze und tritt und wehrt sich schon seit geraumer Zeit. Wie gut, dass Navy CIS von gestern noch auf dem Rekorder ist (Ich habe wie 12,57 Mio. andere den Tatort (Kritik der Süddeutschen) gesehen.

15 Uhr: Kaffee und bloggen :)

Jetzt ist es 15.40 Uhr und ich muss die Brut holen....

Morgen mehr!