09.03.2016

Frauenleben - Ein Nachtrag zum Weltfrauentag

Gestern morgen trudelte von Dr. Mo die Idee ein:



Spontan dachte ich JA - da bin ich dabei, aber mein Tag war so voll, dass ich erst jetzt dazu komme ihn zusammenzufassen. Da ich den WMDEDGT von Frau Bruellen in diesem Monat schon verpasst habe, kam es gerade recht.

Dr. Mo schreibt in ihrem Header zu recht "wenn das Private politisch ist, dann will ich es mit euch teilen" und genau das mache ich jetzt in der Rückschau.

Mein Tag als Frau, Mutter, Tochter, Mensch - ich ergänze hier noch Schwester...

Tochter: Derzeit in Pause, da der Senior im Urlaub ist und sich nur ausgesprochen selten meldet. Ein Zeichen, dass alles in Ordnung ist.

Schwester: Telefonat mit der Klinik und der Wohngruppe. Verschiedene Sachen organisiert.

Mutter / Frau:
Der Morgen beginnt eigentlich um 6 Uhr - aber S2 ist gern auch schon um 5.30 Uhr wach und so frühstücken wir in der Küche schon mal (Kaffee!!! Zeitung :)) während die Geschwister nach und nach eintrudeln. Alle mit guter Laune und Vorfreude auf den Tag - das erleichtert so Manches ;)

Um 7.30 Uhr die Großen in die Schule geschickt und die Kleine für die Kita ins Auto gepackt. Normalerweise ist dienstags mein langer Bürotag, aber seit dem 1.3. gehe ich wieder zur Uni und drücke heute daher von 8.30 bis 11.45 Uhr den Stuhl im Seminarraum. In diesem Fall Business English Basics - ein denkbar ödes Fach. Erschütternd war für mich, dass das Gros der Teilnehmer schlechter ist als ich (das brachte der Einstufungstest ans Licht) - dabei sind sie alle rd. 20 Jahre (und mehr) jünger als ich und ihr Abitur ist nicht schon 25 Jahre her. In der Seminarpause musste ich kurz mit dem Büro telefonieren und ein paar Sachen regeln. Weiterhin mit der OGATA gesprochen und gesagt, dass der Kleine mit einem Freund mitgeht und der Große früh kommen soll, damit er pünktlich zum Hockeytraining gehen kann. Nach dem zweiten Teil der Vorlesung bzw. Übung habe ich mich nach der doch etwas ungewohnt langen Konzentration auf ein Thema zu Mittag mit Pommes Currywurst belohnt.

Zurück zuhause um 12.30 Uhr gab es einen Kaffee und eine Runde am Rechner - u.a. um das Skript für Englisch auszudrucken. Moderne Zeiten sind nicht immer komfortabel - damals ™ bekamen wir diese ausgedruckt ausgehändigt und mussten nicht selbst Tinte und Papier aufwenden. Außerdem wurde ich erinnert, dass ich auf dem letzten Schulelternabend nicht angestrengt auf den Boden gestarrt hatte und somit noch ein Protokoll abliefern musste. Während ich das zusammenzimmerte, rief mich die Schule an und bat wegen eines "Vorfalls" um ein Elterngespräch am Freitag. Fast zeitgleich klingelte es um 15.30 Uhr an der Tür und der Große kam bedröppelt nach Hause.

Um kurz nach 16 Uhr verließ er dann nach einer Intensivkuschelung in Sportklamotten mit Sitzerhöhung bewaffnet das Haus zum Training (er wird netterweise meist von einer Mutter mitgenommen, die der Meinung ist, dass man Mütter mit mehreren Kindern von sowas befreien muss - danke P dafür!) Schnell setzte ich einen Hefeteig für die Kids an, denn sie hatten sich unbedingt Pizza zum Abendessen gewünscht. Kaum war dieser fertig, bin ich schnell Richtung Supermarkt und Kita gehechtet. Auf der Rückfahrt war das Auto ein Gesangmobil, denn die Lütte lernt etwa jeden Tag ein neues Lied und lässt mich mit Begeisterung an ihrem Erlernten teilhaben.

Wieder zuhause stand die Babysitterin bereits vor der Tür, denn ich hatte um 18 Uhr wieder Vorlesung an einem Standort wo man quasi keinen Parkplatz findet und dementsprechend viel mehr Zeit einplanen muss. Also schnell die Pizzen belegt, Anweisungen gegeben was noch zu machen ist, einen Tee gekocht, Apfel und Mandeln eingepackt. Dazu noch die Unterlagen und eine Federtasche mit Stiften und Textmarker und lauter solch antiquierten Sachen (jaja iPad und Powerbank auch) und ab dafür.

Knapp pünktlich im Hörsaal angekommen, um die ersten drei Stunden mit der Vorlesung im Projektmanagement zu verbringen. Festgestellt, dass hier ein paar Studis durchaus ähnlich alt sind wie ich (ist ja auch schließlich ein berufsbegleitendes Studium) und dass ich immer noch aktiv mitmache, wenn Fragen gestellt werden. Dieses auf den Boden starren kann ich echt nie. Da wir gut durchkamen und die Mirkofonanlage sponn, hat die Professorin uns schon um 20.30 (statt 21.15) Uhr in den Abend entlassen - kurz überlegt, ob ich noch zur Schulpflegschaftssitzung in die Schule fahre, aber da ich mich entschuldigt hatte, den Gedanken verworfen.

Zuhause hörte ich schon auf der Straße, dass die Lütte jammerte wo die Mama sei... dementsprechend wenig überrascht war ich, dass auch der Kleine noch wach war. Dieser prangerte an, dass ich nicht da war als er nach Hause kam (er war ja beim Freund zum spielen und mit diesem auch zu seinem Hockeytraining) Der Große schlief zum Glück schon. Also kurz den Babysitter ausgelöst, die nächsten Termine besprochen, ein Stück kalte Pizza gegessen, in den PJ geworfen und die Kleinen in den Schlaf gekuschelt. Wieder aufgestanden, Mails bearbeitet, Brötchenteig angesetzt, Spülmaschine aus- und wieder eingeräumt, Zähne geputzt, eine Runde "The good wife" geschaut und dann gegen 0.30 Uhr eingeschlafen.

Und falls ihr euch fragt warum der Mann nicht erwähnt wird. Er ist in München. Arbeiten.


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