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13.08.2015

Die Wette 3/55

Heute war Einschulung. Es war ganz wunderbar. Alle Beteiligten sind erschöpft. Daher heute nur ein Bild.

https://www.flickr.com/gp/inkanina/f2xiv8

12.08.2015

Einschulung 2015 - Die Wette 2/55

Achtung - dieser Text enthält Spuren von Sentimentalität!

Morgen ist es soweit - das zweite Kind hat seinen ersten Schultag und ich bin etwas wehmütig so war er doch vier Jahre lang mein Kleiner bevor er in die Mitte aufrückte.

Vor einer Stunde erhielten wir eine Mail von seinem Hauptbezugsbetreuer der Kita und eigentlich fällt mir nichts Wesentliches ein was ich ergänzen könnte.

Aus diesem Grund zitiere ich nur:

Liebe Schulkinder und liebe Familien,

morgen beginnt ein neuer Abschnitt für Euch alle. 
Die Schule begleitet Euch ab morgen für mindestens eine Dekade.
1000 Schmetterlinge tanzen gerade hoffentlich in Euren Bäuchen Sommertänze.

So viel habt ihr alle gemeinsam schon erlebt und gelernt, geweint und gelacht.
Einen Teil Eures Weges durften wir [...] Euch dabei begleiten.
Danke Euch allen für unzählige schöne Momente und für ein Stück gemeinsames Leben.

Liebe Schulkinder,
freut Euch nicht nur auf Eure Schultüten,
denn nur wer das Lesen gelernt hat,
kann die unzähligen Bücher lesen, 
die zum Teil schon die Kindheit Eurer Eltern und Großeltern bereichert hat.
Ich wünsche Euch viel Spaß mit Tom Sawyer und Huckleberry Finn, spannende Stunden auf der Schatzinsel und sieben aufregende Jahre mit Harry Potter.

Euch steht die Welt offen. Ihr müsst sie Euch nur ansehen.

Verliert nie den Funken im Herzen, den Glanz in den Augen und das Strahlen beim Lachen.
Passt auf Euch auf und vergesst uns nicht.

In diesem Sinn - allen Erstklässlern morgen einen wunderbaren Tag und allen Eltern stets ein Taschentuch zur Hand!


(hier sollte theoretisch ein Foto von meiner Schultütensachertorte sein, aber ich habe noch nicht raus wie ich hier ein Foto von Flickr eingebunden bekomme...)

11.08.2015

Die Wette 1/55

Ja - ich bin wahnsinnig - ich habe gewettet. Ich halte es durch 55 Tage täglich zu bloggen und dabei versuche ich nicht nur langweilig zu sein. Eine Herausforderung, aber denen muss man sich ja nun auch irgendwann mal stellen.

Heute fing das neue Schuljahr an. Also noch nicht mit Schule aber die Kita startete wieder und so kommt langsam wieder Ruhe in den Alltag, weil die Kids besser ausgelastet sind. Ich bin gespannt wie lange der Frieden anhält, denn wenn Verdi seine Ankündigung umsetzt und der Ganztag wieder - wie im Mai/Juni - für 4 Wochen schließt, dann muss ich tief seufzen... ganz tief. Mir war nämlich das Glück beschieden, dass die Kita nicht streikte, dafür aber die Schule und mittags um 12 Uhr einen ausgehungerten Grundschüler zuhause zu haben, wenn man sonst um die Zeit im Büro sitzt, ist schwierig.

Genug gejammert. Genug geschrieben. Man soll ja immer langsam anfangen und sich eingrooven. Das tue ich dann mal indem ich mir endlich mal Gedanken zu einer Blogroll mache. Immerhin. Nach 10 Jahren ist das doch was.

08.06.2015

Es gibt Reis, Baby!*

Reis kochen - man meint immer, dass das so unfassbar einfach wäre und dann liest man auf Twitter folgenden Post:



und schmunzelt, denn vor ein paar Jahren ging es mir auch noch oft so. Bis ich dann von irgendeiner chinesischen - oder genauer gesagt hongkonger - Angestellten in einem Hotel die wohl simpelste Methode mit Gelinggarantie außerhalb der Anwendung eines klassischen Reiskochers (ohne den die asiatische Welt eigentlich nicht leben kann) anvertraut bekam.

Simpel as can be hier also "meine" bewährte Methode:

Man nehme (Thai-, Jasmin-, Himalaya-)Reis : Wasser im Verhältnis 1 : 2 (soweit so klassisch)
Da asiatischer Reis immer mehlig ist, sollte man ihn einmal überbrausen.

Fülle Beides in einen nicht sonderlich großen Topf, der eher hoch als breit ist und füge Salz (nicht zuviel) und einen Stich Butter (oder Ghee) hinzu. Dann bringt man das Ganze zum sprudelnden Kochen und rührt ab und zu um, damit sich nix ansetzt und lässt brodeln bis der erste Reis rausschaut. Dann schaltet man auf 1 (bei einer Skala von 1-9) zurück, bedeckt mit einem Deckel und wartet noch ca. 10 Min (oder auch 15 wenn das besser passt). Das Ergebnis ist fluffigster Reis.

Kocht man indisch, sollte man während des Kochens noch einen großzügigen Esslöffel Joghurt unterrühren.

Und? Klappt es?

*Der Titel dieses Posts ist eine Anspielung auf Helge Schneiders grandioses Album, das mich durch mein Studium begleitete und aus dem sich viele Zitate in meinem aktiven Wortschatz befinden. Vielen Dank Herr Schneider dafür!

11.11.2014

Du bist Deutschland...

Die Kampagne wurde kontrovers diskutiert - und wie immer gab es Leute, die sie toll und welche, die sie unmöglich fanden. Wie immer halt.

Als ich das Video zum ersten Mal sah, war mein erstes Kind gerade geboren. Es traf meinen Nerv. Jetzt fand ich in einer Mail den Text wieder. Für mich stimmt er immer noch. Darum möchte ich euch teilhaben lassen.


Du machst uns wahnsinnig.
Du schreist die ganze Nacht.
Du machst ins Bett.
Du bekommst erst Zähne
und dann noch die Windpocken.

Du hasst erst den Kindergarten,
dann die Schule
und mit 15 hasst du uns.

Ja, du machst uns wahnsinnig –
vor Glück.

Deine Anschaffung ist kostenlos.
Danach wird’s teuer.
Du benötigst Zeit und Platz.
Du kostest uns die neuen Schuhe,
den größeren Fernseher,
und den Urlaub am Meer.

Du bist kein Luxus –
du bist unbezahlbar.

Es gibt viele gute Gründe, keine Kinder zu bekommen.
Und den besten es doch zu tun – Dich!

Du kannst nicht sprechen
und erklärst uns die ganze Welt.
Du kannst nicht laufen,
aber hilfst uns auf die Sprünge.
Du lernst jeden Tag so viel.
Und lehrst uns noch viel mehr.

Du zeigst uns, dass es nie den falschen, sondern eigentlich nur den
richtigen Zeitpunkt gibt dich zu bekommen.

Du hast Mutter und Vater –
und brauchst doch das ganze Land, um glücklich aufzuwachsen.

Du bist nicht allein, sondern unsere wertvollste Aufgabe.

Du machst aus zwei Menschen eine Familie,
aus der kleinsten Wohnung einen Abenteuerspielplatz
und aus Nudeln mit Tomatensauce ein Festessen.

Wir brauchen mehr von deiner Sorte.

Weil ohne dich die Gegenwart keinen Spaß bringt –
und die Zukunft bereits vergangen ist.

Du bist Deutschland.

31.10.2014

Freitags-Füller

Irgendwie muss ich mich ja überlisten, um mal regelmäßiger zu schreiben... und da ich den Freitags-Füller gern mag, nehme ich den.

Daher heute der 





Wer sich genauer informieren möchte was das ist, dem sei der Blog Scrap Impulse von Barbara ans Herz gelegt.

1.  Fast hätte ich Termin für den Reifenwechsel heute vergessen .
2.  Kaugummi habe ich immer  in der Tasche.
3. Wenn Geld kein Thema wäre, dann würde ich mit meiner Familie eine Weltumsegelung machen.
4.  Nichts geht über Vanillepudding.
5. Am 1.November werde ich meine Mutter besuchen .
6. Ein kleiner Traum, den ich habe, könnte bald in Erfüllung gehen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Halloween , morgen habe ich Allerheiligen mit meinem Vater geplant und Sonntag möchte ich einen entspannten Tag verbringen !

Wenn ihr mitspielen wollt, könnt ihr die Fragen gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier, wenn ihr keinen eigenen Blog habt oder keine Lust habt zu verlinken. Dies habe ich bei Barbara abgeschrieben, die sich sicher auch freut, wenn ihr dorthin verlinkt!

Seid gnädig heute Abend, wenn ein paar Kids bei euch klingeln und viel Spaß beim Ausfüllen!



26.09.2014

Alles Gute zum Geburtstag, Mütterken!

Mein liebes Mütterken,

heute erlebe ich deinen Geburtstag zum elften Mal ohne dich.

Es ist wirklich so wie man es in vielen Büchern lesen kann, Menschen, die man innig geliebt hat vermisst man immer. Egal wie lange man nicht mehr mit ihnen gesprochen hat, egal wie lange sie nicht mehr um einen herum waren.

Erst vor ein paar Wochen habe ich den einen Karton in der Hand gehabt, der Kleidung von dir enthält und mir liefen die Tränen herunter, weil dein Lieblingspulli immer noch nach dir duftet. Dieser vertraute Geruch nach dir und deinem Parfum - 24 Faubourg von Hermes - flutete mein Hirn mit Erinnerungen an dich. An unser letztes Zusammensein. Das letzte was ich von dir hörte und wie erschüttert ich war als deine Stimme für immer verschwand als der Anrufbeantworter kaputt ging.

Wo auch immer du bist, ich spüre dich manchmal. Es ist als ob deine Hand auf meiner Schulter liegt und mir Mut spendet.

Für deine Enkel, die dich nie kennenlernen durften, bist du erstaunlich präsent. Dies fasziniert mich sehr, zeigt aber auch was für ein zentraler Punkt du in meinem Leben warst.

Wie gern würde ich mit dir teilen, dass du dich früher immer darüber amüsiert hast wie jeck deine Freundinnen auf ihre Enkel waren und wie absonderlich dir das vorkam, denn du hast dich auf die Freiheit des Ruhestands vorbereitet. Ich würde meine Hand ins Feuer legen, dass du mindestens genauso stolz und verrückt wärst wie sie es schon damals waren.

Selbst der Mann, der mit dir über eure norddeutsche Seele verbunden war, den du lange bevor er "der Mann" wurde, immer zu Feiertagen an unseren Tisch geladen hast, weil dir sein Elternhaus so kalt und unherzlich aus der Ferne vorkam und du spürtest wie ungern er sich dorthin auf die Reise machte, lachte neulich und erinnerte sich strahlend an die verrückten Sommerabende auf deiner - jetzt unserer - Terrasse an denen wir zu dritt drei Flaschen Sekt mit Kullerpfirsich tranken und bis tief in die Nacht lachten und philosophierten. Auch ihm fehlst du. Er hätte dich gern um sich.

Eine Frage bewegt mich schon seit Jahren: Wer ist der Mensch, der dir nach deinem Tod lange Zeit regelmäßig eine rote Rose auf dein Grab legte? Eine deiner vielen Freundinnen? Ein Verehrer? Dass es Papa nicht ist, weiß ich seitdem er mir sagte, dass er das für eine sehr schöne Geste von mir fand.

So viel gibt es noch was ich dir schreiben möchte, für heute soll es genug sein.

Ich umarme dich, küsse dich.

Du fehlst. Nicht nur mir.

Dein Bäschi




04.06.2014

Mut haben für andere

Hannes hat auf seinem Blog 'Jazzlounge' zu einer #mutmachparade aufgerufen und es haben eine große Zahl Blogger unfassbar vielseitige, offene und zu Herzen gehende Artikel verfasst. Alle Artikel befassten sich mit dem Thema aus der Eigensicht. Damit meine ich was Mut für den Einzelnen und sein Leben bedeutet. Ich möchte das Thema von außen anfassen, denn ich habe gerade am eigenen Leib erfahren wie wenig mutig wir für andere sind und dass das eigentlich sehr traurig ist.

Mut von außen? Was meint sie? Ich bin nicht so wortgewandt im Schriftlichen - ich bin mehr der mündliche Typ, aber ich versuche mich trotzdem.

Mut von außen bedeutet für mich: In einer mehr oder minder großen Runde den Mund aufmachen und für jemand anderen Stellung zu beziehen. Mit einer Meinung, die unbequem und nicht mehrheitsgängig ist bzw. die der Mehrheit widerspricht. Dies erfordert viel Mut, denn es ist unbequem und es bringt einem selber nichts außer einem guten Gefühl. Dem anderen für den man einsteht, kann es aber die Welt bedeuten, da jemand seinen Mund öffnet und als Sprachrohr fungiert. Es stärkt den Rücken, das Selbstwertgefühl und sorgt dafür, dass eine verfahrene Situation erträglich und leichter wird.

Ich habe lange darüber nachgedacht warum nur eine Person den Mut hatte aufzustehen und zu sagen, dass die Meinungsführer eine beispiellose Mobbingkampagne führten. Als ich diese Person dazu befragte meinte sie nur lapidar: "Ich bin gar nicht allein mit meiner Meinung über dich - die anderen sind nur zu bequem sich deines Problems anzunehmen. Aber weißt du, so sind sie die Menschen!"

Und je mehr ich darüber nachdenke. Sie hat recht. So sind wir Menschen. Meist zu bequem um mutig zu sein. Nicht nur für uns selbst sondern insbesondere auch für andere.

27.11.2013

Stollen

Seit einiger Zeit bin ich bei Twitter aktiv und meine Timeline nötigt mich das Bloggen endlich mit mehr Ernsthaftigkeit und Engagement zu betreiben, da man vermutet, dass ich Dinge zu berichten habe, die auch Andere interessieren.

Die Vorweihnachtszeit beginnt mit den überall öffnenden Weihnachtsmärkten und natürlich dem Backen der Lieblingsrezepte.

Bei uns gehört - trotz persönlich recht ausgeprägter Aversion gegen Orangeat und Sukkade - Stollen dazu. Da die gekauften Exemplare wirklich schlimm schmecken und riechen, bin ich schon während des Studiums dazu übergegangen diesen selbst zu backen. Das Rezept scheint ein Gutes zu sein, denn ich habe es schon damals abgetippt und als Dokument hinterlegt, da ich häufiger darum gebeten wurde.

Zunächst ist festzuhalten: Es handelt sich um ein einfaches Rezept, dessen Gelingen lediglich davon abhängt, dass man sich ausreichend Zeit nimmt.

Zutaten: 
je 50 g Korinthen und Rosinen
je 40 g Zitronat und Orangeat
4 Eßl. Rum
140 g Butterschmalz
350 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
40 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
1 unbehandelte Zitrone
2 Eier
150 gehackte Mandeln
etwa 80 ccm Milch
 
200 g Marzipan-Rohmasse
 
100g Butter + 100g Puderzucker zum Bestreichen
 
 
Zubereitung:
Abgespülte und abgetropfte Korinthen und Rosinen, Orangeat, Zitronat und Rum mischen und über Nacht stehen lassen. (Tip: alles in einem Marmeladenglas mischen und verwahren, da bleibt es am besten frisch und man kann es regelmäßig durchschütteln).

Butterschmalz schmelzen.
Zucker und Milch lau erwärmen und die Hefe dazugeben. Mit Deckel etwas gehen lassen.

Mehl, Vanillezucker, eine Prise Salz und abgeriebene Zitronenschale mischen. Eier, Mandeln, Butterschmalz und nach und nach die lauwarme Hefemilch mit den Knethaken des Handrührers verkneten. Zum Schluß mit den Händen kräftig durchkneten.

Abgedeckt an einem warmen Ort mindestens (!) zwei Stunden gehen lassen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist. Die vorbereiteten Früchte mit den Händen unterkneten. Teig noch mal zwei Stunden gehen lassen. Teig zu einem Oval formen. Mit der Kuchenrolle ein Vertiefung eindrücken. Dort die zu einer Rolle geformte Marzipan-Rohmasse einlegen. Teig darüberschlagen und Ränder gut andrücken. 

Stollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und in den mit 175 Grad Umluft vorgeheizten Backofen schieben. Etwa 40 Min. backen. Der Stollen sollte hellbraun sein und wenn man draufklopft hohl klingen.
Stollen sofort mit flüssiger Butter bestreichen und mit Puderzucker bestreuen. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis Butter und Puderzucker verbraucht sind und der Stollen eine dicke weiße Schicht hat.

Nach dem Abkühlen in Alufolie wickeln und mind. 1 Woche ziehen lassen. Besser sind 2-3 Wochen, aber so alt ist bei uns noch kein Stollen geworden.
 
 Folgende Tips habe ich: 
1. Marzipan kann man auch weglassen
2. Zitronat und Orangeat machen sich besser, wenn man sie in der Moulinette noch etwas zerkleinert.
3. Der Teig ist ziemlich feucht. Das muss so sein, also auf gar keinen Fall mehr Mehl zufügen.

(Ursprünglich stand dieses Rezept so ähnlich in der Weihnachtsbeilage der Zeitschrift BRIGITTE. Meine Recherchen haben ergeben, dass das etwa 1994 gewesen sein muss.)


02.08.2013

Wie das Pferdemädchen an mir vorbeiging

Ich war niemals ein Pferdemädchen - da bin ich mit Anne Schüssler voll auf einer Wellenlänge. Aber es ist ja nicht so als ob man nicht versucht hätte eins aus mir zu machen.

Vorweg geschickt: Ich war auf einer Mädchenschule. Für versierte Menschen heißt dies: Die Quote der Pferdemädchen ist hoch. Die, derer die sogar ein eigenes Pferd haben ist ziemlich hoch. Ich hatte mit Pferden eigentlich nie etwas am Hut. Zu meiner Zeit las man die im Schneiderverlag erschienenen Meisterwerke mit Namen "Bille und Zottel" - allerdings ging dieser Hype an mir vorbei. Meine Freundin besaß einen Wallach namens Warstein und dieser war hoch und stank und machte mir eher Angst als Freude. Nun ist es aber so, dass ich einen behinderten Bruder habe, dem meine Eltern therapeutisches Reiten angedeihen ließen. Um diese Erfahrung zu intensivieren überlegte man als ich ca. 11 Jahre alt war, dass man die Kinder doch mal in den Herbstferien auf einen entsprechenden Reiterhof schicken könne. Leider gab es keine Ponyhöfe, die therapeutisches Reiten anboten, aber dafür einen voller Pferdemädchen in Porta Westfalica, wo man uns aufnahm, wenn ich die Aufsicht übernehmen würde. So kam es, dass ich eine Woche zum reiten auf Haflingern zwangsverpflichtet wurde. Eine schreckliche Erfahrung, denn ich bin allergisch gegen Heu und zwar nicht nur ein bisschen. Des weiteren habe ich sofort festgestellt, dass Pferdemädchen schreckliche Mädchen sind und mein Bruder ein fauler Hund.

Ich musste a. reiten b. Pferde reinigen und c. mich um meinen Bruder kümmern. Damit ist eigentlich schon alles zum Thema gesagt. Somit war die Woche schrecklich!